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"Tango in Paris"

Acryl auf Leinwand

50 x 70 cm

2020

 

Der Auftrag zu diesem Bild entstand im Frühjahr 2019. Die Idee war, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Paris irgendwie in einem Bild zu vereinen. Nicht ganz einfach, wenn man bedenkt, wo Eiffelturm, Notre Dame, Art de Triomphe und Sache Coeur jeweils in dieser großen Stadt liegen. Genau gesagt ist dies unmöglich. Zumindest, wenn man realistisch abbilden wollte. Aber ich bin ja Maler. Und je mehr ich male desto mehr genieße ich es gewissermaßen, mir meine eigene Wirklichkeit zu malen. Und dann sollte möglichst noch die Seine und auch ein paar Tangotänzer drauf .... Eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe!

ich ließ die Idee erstmal sacken, habe aber immer wieder über eine Umsetzung nachgedacht. Dann hatte ich im April 2020 plötzlich vor Augen wie ich das Bild malen wolle. Die Entscheidung, das Motiv im Licht der untergehenden Sonne zu malen, fiel erst nachdem ich zu malen begonnen hatte. Mehr Details zum Entstehungsprozess sind in meinem entsprechenden Blogbeitrag zu finden.

 

"Der Berg ruft"

Acryl auf Leinwand

50 x 70 cm

2020

 

Die Wurzeln dieses Bildes reichen eigentlich ins Jahr 2011 zurück. Im Sommer jenes Jahres verbrachte ich den Urlaub wie so oft in Villes-sur-Auzon in der Provence. Das Dorf liegt am Fuß des Giganten der Provence, dem Mont Ventoux. Und von hier aus fuhr ich mittlerweile schon 15 mal mit dem Rad hinauf. Mountainbike, Rennrad (mit Rahmenschaltung und auch etwas moderner), auch mit dem Tandem. Und ich war 3 mal als Läufer oben! Warum als Läufer? Die Antwort ist ganz einfach: Es sind von Bedoin bis zum Sommet, also zum Gipfel (1.912 m.ü.NN), exakt 21 Kilometer, also ein Halbmarathon. Und es sind ca. 1.650 Höhenmeter. 1.650 Höhenmeter ohne irgendeine Möglichkeit zur Erholung, denn es geht immer nur bergauf. Keine Brücke über ein Bächlein, kein ebener Abschnitt, nichts. Im Prinzip immer in der Sonne und oft im Wind...... Aber es ist eben der Berg schlechthin für Radfahrer! Und es ist der schwerste in den ganzen Alpen! Nebenbei bemerkt hält der Doppel Armstrong noch immer den Rekord mit 58 Min. Absolut irre und wohl nur mit unerlaubten Mitteln zu schaffen! Für mich persönlich gab es bei einem meiner Läufe, die jeweils Vorbereitungsläufe für einen Bergmarathon waren, ein besonderes Erlebnis: Ich wurde unter großer medialer Aufmerksamkeit vom Weltmeister im Rückwärtslaufen überholt!!! Ja, sowas gibt es wirklich. Echt verrückt. Und für mich auf eine besondere Art irritierend - um das Wort 'erniedrigend' zu vermeiden. Übrigens liegt meine Bestzeit bei zwei Stunden und achtunddreißig Minuten für diesen besonderen Trainings-Halbmarathon.

Zurück zum Bild. Ich malte es also 2011. War mal was anderes: Immerfort an einer Stelle stehend bedeutete dies auch, daß ich viele Radler hier sehen und ein Stück weit beobachten konnte. Irgendwie wollte aber das Bild nicht wirklich gelingen. Ich war wohl nicht in der richtigen Stimmung. Wollte aber unbedingt diesen, meinen Berg malen.... Das Ergebnis fand ich zu keinem Zeitpunkt wirklich befriedigend und das Schlimmste war: Ich fand es einfach langweilig. Und heute, am 24. April 2020, mitten in der Corona-Krise, kam mir beim Frühstück die Idee, was ich daran ändern müsste. Es war dann erst das zweite Mal, daß ich ein Bild übermalte. Vom Ergebnis bin ich wirklich angetan, auch wenn es fast ein wenig zu realistisch gemalt wurde ....

 

"Gewitter in der Gorges de la Nesque"

Acryl auf Leinwand

30 x 100 cm

2020

 

Das ist in der Provence. Die Gorges de la Nesque, die von Villes-sur-Auzon Richtung Sault führt. Die Schlucht beginnt direkt an unserem Campingplatz und endet nach 19 km etwa 500m höher. Nur an einer Stelle ca. 5%, sonst meist nur 1 oder 2% Steigung. Also eine wunderbare Radelstrecke!!! In der Regel kommen wir an und fahren sie gleich nach dem Aufbau das erste Mal. Ist auch ein wunderschöner Beginn einer Auffahrt zum Mont Ventoux. Ist dann die "einfachste" aller vier Wege zum Gipfel. Am Ende der Schlucht oben am "Belvedere" angekommen fährt man ggf. weiter sanft ins Tal und taucht immer mehr in Lavendel ein...... hach......

Übrigens: Am "Roc de Cire" - rechts im Bild zu sehen - nisten seit einiger Zeit wieder Steinadler!

 

"An der Hammerschmiede"

Acryl auf Leinwand

60 x 80 cm

2020

 

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Tausende von Menschen lassen ihr Leben und unsereins sorgt sich um den gefährdeten Eröffnungstermin der diesjährigen Camping-Saison an diesem unserem Lieblingssee. Ist eigentlich lächerlich angesichts des aktuellen und nie für möglich gehaltenen existenzbedrohenden Szenarios! Und doch empfinden wir nach Monaten des "Darbens" eine tiefe Sehnsucht nach Freiheit, nach Lagerfeuerromantik, Sonne und irgendwo auch die Gemeinschaft mit unseren dortigen Campingfreunden! Die Welt ohne Camping bricht jetzt zwar nicht gleich zusammen, doch ist sie dann eine andere......

Hier, an diesem Sehnsuchtsort, ist die Welt noch irgendwie in Ordnung. Sorgen, so es sie denn gibt, lässt man zuhause zurück, wenn man hierher fährt. Ich lebe ja am Rande des Stuttgarter Speckgürtels und bin den ganzen lieben Tag immer irgendwie von Verkehr und auch einem gewissen Geräuschpegel umgeben. Wenn ich hier bin fällt mir als erstes immer diese wunderbare Ruhe auf. Natürlich nicht zur Hochsaison, nicht an den wenigen Tagen, an denen der Platz hier richtig voll ist und quasi "der Bär steppt". Aber unter der Woche und auch stets in der Nebensaison ist das so. Und ich kann hier durchatmen! Hoffentlich auch bald wieder!

 

 

"An der Bleichwiese"

Acryl auf Leinwand

40 x 60 cm

2020

 

Das Bild zeigt den Blick von der Bleichwiese in Backnang auf die Altstadt mit Stadtturm. Prächtige Trauerweiden säumen hier die Murr, an deren Gestaden hier Backnangs Gerber in früheren Zeiten ihrer Arbeit nachgingen. Aus dieser Zeit stammt auch der Name diese Areals im Herzen der Stadt. Unterm Jahr ein großer Parkplatz, aber einmal im Jahr, Ende Juni, der Rummelplatz des ältesten Straßenfests in Deutschland. Von hier hat man diesen hübschen Blick und mittlerweile wurde im Rahmen der Innenstadtsanierung und vor allem des Ausbaus des Hochwasserschutzes große Treppe gebaut, die es mittlerweile ermöglichen bis ans Wasser zu gelangen. Freilich laden die Treppen im Sommer auch viele Menschen ein hier auf den Stufen Platz zu nehmen um sich auszuruhen, zu entspannen oder einfach nur einen Schwatz zu halten.

 

   
© Michael Stricker (c) 2020